14.12.2021

Waldökologogische Exkursion für Master-Studierende aus Pflege- und Gesundheitsberufen

Eine eintägige waldökologische Exkursion am 09.12.2021 erschien der kleinen Gruppe Studierender des Master-Studiengangs „Bildungswissenschaften (…) für Pflege- und Gesundheitsberufe“ und den begleitenden Lehrenden unter den Voraussetzungen der Corona-Pandemie als die deutlich sicherste Option

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(d.h. 2G-plus-Bedingungen unter freiem Himmel), diese Methode „der originalen Begegnung“, des Erfahrens und Lernens in einem Waldareal persönlich zu erproben, um diese Perspektiven auch selber als Lehrende in der beruflichen Bildung der Pflege- und Gesundheitsberufe nutzen zu können.

Dabei waren der Ort (ein Buchenwald am Südhang des Deisters) und die Zielsetzungen dieser waldökologischen Exkursion für berufsbegleitenden Studierenden bzw. aktuell bereits Unterrichten-den aus Pflege- und Gesundheitsberufen gleichermaßen ungewöhnlich wie innovativ: Das Konzept der Nachhaltigkeit wurde von der Waldökologin Dr. Annika Frech sowohl auf die ökonomischen, als auch die ökologischen Funktionen des Waldes, sowie insbesondere auch auf dessen nachweisbare gesundheitlichen (sozialen) Wirkungen bezogen und begeisterte die Studierenden, die bislang das Thema Wald nicht so vielschichtig und detailliert erlebt haben, wie dieses das erste Statements zeigt:

„Ich werde zukünftig gezielter in den Wald gehen, ihn mit anderen Augen sehen und bewusster wahrnehmen. Das ist eine gute Möglichkeit, dem stressigen Alltag zu entkommen und sich zu besinnen“.  Ein weitere Studierende betonte mit Blick auf die eigene Studiensituation: „Wenn man sich auf das Erlebnis einlässt, dann wird einem bewusst, wie viel Kraft und Ruhe der Wald ausstrahlt. Eine super interessante und gewinnbringende Exkursion für Studierende in der Prüfungsphase.“

Der didaktische und auch emotional andauernde Wert von Exkursionen findet sich in einem dritten Statement: „Mich hat der Ausflug an die Wandertage in der Schule und meine Klassenfahrt in den Harz erinnert und das waren für mich immer ganz besondere Erlebnisse.“ Der durchaus gewünschte Bezug zu den Curricula der Pflegeausbildung wird in dem folgenden Kommentar deutlich: „Die Begegnung mit dem Wald könnte in Bezug auf Resilienz und Selbstachtung/Achtsamkeit gut in die CE 04 einfließen. Waldbaden ist eine Möglichkeit, seine eigenen Ressourcen zu erkennen und auszuschöpfen. Es war ein sehr schöner Tag.“

Zu diesem sehr positiven Ergebnis kamen auch M.A. Juliane Hähnge, Verwaltungsprof. Dr. Vasiliki Kolovou und Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann: Zudem sollen mit Blick auf das Phänomen Stress, aber auch auf die Perspektiven von Achtsamkeit und Resilienz mit Frau Dr. Frech bzw. der anbietenden Institution „Waldwohl“ Möglichkeiten ausgelotet werden, die Aspekte „Waldökologie und Gesundheit“ für die Zielgruppen sehr belasteter Pflege- und Gesundheitsberufe (bereits präventiv in deren Ausbildung) zu verknüpfen, wie auch die Wirkungen von Waldaufenthalten auf die mentale und physische Gesundheit in pflegerischen und therapeutischen Kontexten zu analysieren bzw. hierzu gesundheitsförderliche Konzepte in künftigen Masterarbeiten zu entwickeln.

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