Antisemitismus im Kontext der Covid-19-Pandemie

Der RIAS Monitoringbericht zu Antisemitismus im Kontext von so genannten Corona-Demonstrationen ist online - inklusive eines Berichts der Dokumentationsstelle Antisemitismus der HsH.

Der RIAS Monitoringbericht zu Antisemitismus im Kontext von so genannten Corona-Demonstrationen ist online. Auch die Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover, welche an der Fakultät V der Hochschule Hannover angesiedelt ist, ist mit einem Beitrag vertreten. Dieser bietet einen Überblick über antisemitische Vorfälle im Zusammenhang mit den Protesten in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Laut dem Bericht der Dokumentationsstelle kam es auf sechs Veranstaltungen in Hannover zu antisemitischen Äußerungen. Der Bericht zeigt, dass alle beobachteten Veranstaltungen von Beginn an in hohem Maß von Verschwörungserzählungen geprägt waren. Nur wenige Beiträge wurden allerdings explizit antisemitisch. Häufig wurden antisemitische Inhalte verschleiert indem etwa auf den ersten Blick nicht als jüdisch konnotierte Chiffren verwendet wurden werde. Die Proteste zeigten, wie gerade in Krisenzeiten auch in Hannover das Bedürfnis wuchs, für komplizierte Verhältnisse einfache Erklärungen, genauer Schuldige zu finden. Um dieses Bedürfnis zu befriedigen wurden alte antisemitische Erzählungen teils in neuer Couleur, teils ganz offen artikuliert.