Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover hat Arbeit aufgenommen

Die Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover, angesiedelt an der Hochschule Hannover, hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Stelle ist aus der Offensive gegen Antisemitismus der Landeshauptstadt Hannover hervorgegangen und wird aus städtischen Mitteln finanziert.

Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, betont: „Mit der Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle haben wir ein wichtiges Instrument geschaffen, um uns über das Ausmaß von Antisemitismus in Hannover klar zu werden und entsprechend zu handeln.“ Dem stimmt auch Prof.in. Dr. Ulrike Ernst, Dekanin der Fakultät Diakonie, Gesundheit und Soziales der Hochschule Hannover, zu: „Das Projekt passt bestens in das Portfolio unserer Fakultät. Die Abteilung Soziale Arbeit verfügt über eine jahrzehntelange Expertise in der Präventionsarbeit gegen Antisemitismus.  Diese werden wir nutzen, um die Dokumentationsstelle zu einem wirksamen Instrument bei der Bekämpfung des Antisemitismus zu machen.“

Ziel ist, ein Bild alltäglicher antisemitischer Zustände in Hannover zu gewinnen und daraus Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Alle Menschen, die in der Landeshauptstadt Hannover antisemitische Vorfälle – auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze – erleben oder beobachten, können diese an die neu eingerichtete Stelle melden. Hier werden die Vorfälle dokumentiert und anonymisiert für die Öffentlichkeit wahrnehmbar gemacht. Darüber hinaus leistet die neue Dokumentationsstelle ein Monitoring antisemitischer Versammlungen und Internetseiten für das Stadtgebiet Hannover.

Alle eingehenden Hinweise werden vertraulich behandelt. Bei der Meldung eines Vorfalls zeigen die Mitarbeiter*innen der Dokumentationsstelle Handlungsoptionen auf. Die Entscheidung, wie weiter verfahren wird, liegt aber bei den Betroffenen. Bei Bedarf vermittelt die Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle den Kontakt zu weiteren Beratungsangeboten in Hannover.

Kontaktmöglichkeiten
der Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover

Über das Meldeportal:   https://report-antisemitism.de

Persönlich:
     Kata Miszkiel-Deppe, Telefon: +49 511 9296 3223,
          Mail: katarzyna.miszkiel-deppe(at)hs-hannover.de
     Helge Regner, Telefon: +49 511 9296 3145,
          Mail: helge.regner(at)hs-hannover.de

     Sprechzeiten: Mo - Do: 9:00 – 14:00 Uhr; Fr: 9:00 – 12:00

Homepage: https://f5.hs-hannover.de/ueber-uns/projekte/dokumentationsstelle-antisemitismus/