Online-Vortragsreihe „75 Jahre nach Auschwitz: Antisemitismus und Rassismus heute“

21.10.2020 - 16.12.2020
Details in Beschreibung

Inhalt:

Auch 75 Jahre nach Auschwitz sind Antisemitismus und Rassismus in Deutschland nicht verschwunden. Der Terroranschlag von Halle und das Blutbad von Hanau sind nur die Spitze des Eisbergs. Antisemitismus und Rassismus sind – dies zeigen alle Befunde der empirischen Sozialforschung – gesellschaftlich weit verbreitet und tief in den Alltagskulturen verankert. In der Wissenschaft wird deshalb auch von „Alltagsrassismus“ bzw. „Alltagsantisemitismus“ gesprochen. Wirksame Gegenmaßnahmen lassen sich nur dann entwickeln, wenn diese Dimension des Problems, die Hannah Arendt treffend als „Banalität des Bösen“ bezeichnete, mit einbezogen wird.

Dass die Banalität des Alltagsantisemitismus und -rassismus gar nicht banal ist, sondern Menschen tief verletzt, wird sichtbar, wenn über Rassismus- und Antisemitismuserfahrungen gesprochen wird. In der Vortragsreihe werden deshalb die Perspektiven der von Antisemitismus und Rassismus getroffenen Menschen eine zentrale Rolle spielen. Es werden die Mechanismen alltäglicher Diskriminierung und Ausgrenzung sichtbar gemacht und Möglichkeiten ihrer Veränderung entworfen.

Zugang zu allen Vorträgen: moodle.hs-hannover.de/course/view.php; dort: BBB (Passwort bitte bei Kontakt erfragen).

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