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Hannover, 25.05.2018
Nummer 2018 / 2018

Das hat Priorität: Tabakprävention in den Pflege- und Gesundheitsstudiengängen

Suchtprävention und speziell Tabakprävention spielen in den Pflege- und Gesundheitsstudiengängen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Zu diesem Zwischenergebnis kommen die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Pia Meißner und Sarah Voltmann, die in dem von Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann geleiteten Forschungsprojekt MAtCHuP – Smokefree Academics in Health Professions – forschen und arbeiten.

Seit Beginn 2017 läuft dieses thematisch breiter angelegte Forschungsprojekt mit dem Titel „Gesundheitsförderung und Prävention des Tabakkonsums in der hochschulischen Bildung der Gesundheits- und Pflegeberufe“ an der Fakultät V Diakonie, Gesundheit und Soziales. Nun hat das Team um Mathias Bonse-Rohmann in der zweiten Beiratssitzung am 4. Mai dieses Jahres erste Ergebnisse der Recherchearbeiten und Analyse der entsprechenden Studiengänge in der DACH Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) dem Expertenteam anderer Hochschulen, Institute, Netzwerke und Krankenkassen vorgestellt. 

Deutlich über 300 Bachelor- und Masterstudiengänge haben die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen unter die Lupe genommen und die Inhalte der Studiengänge hinsichtlich der Grundlagenvermittlung der Gesundheitswissenschaften, der Gesundheitsprävention und der Suchtprävention inklusive der Tabakprävention untersucht. In den offiziellen Studiengängen spielen besonders letztere in allen drei Ländern der DACH Region eine untergeordnete Rolle. Das Forschungsteam hat aktuell auch mehrere Experteninterviews geführt, um zu untersuchen, ob die Suchtprävention nicht jenseits der Modulhandbücher eine Rolle spielt. Dabei wurde deutlich, dass laut Expert*innen das Thema Tabakprävention zwar durchaus auch für die Zielgruppe der Studierenden sehr relevant ist, dass es aber meistens den Lehrenden überlassen wird, ob sie es in Lehrveranstaltungen tatsächlich berücksichtigen oder eher nicht. Häufig stehen beim Thema Sucht andere Trendthemen im Vordergrund, wie beispielsweise Spielsucht oder der Konsum von Cannabis. „Die Zwischenergebnisse zeigen uns, wie wichtig das Thema Gesundheitsförderung und insbesondere auch die Tabakprävention für eine umfassende Ausbildung von Menschen in Gesundheits- und Pflegeberufen ist. Denn die Sucht- und Tabakprävention ist ein wichtiger Baustein zur Förderung der Gesundheitskompetenz aller Beteiligten – d.h. derjenigen, die Gesundheits- und Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, und auch derjenigen, die sie leisten“, betonte Mathias Bonse-Rohmann. 

Das Forschungsteam des Projektes MAtCHuP, zu dem auch weiter die beiden Master-Absolventinnen Petra Hennersdorf und Julia Schmidt, sowie neu auch die beiden studentischen Mitarbeiter*innen Anna-Lena Sting und Ruven Weiner zählen, führte die Teilnehmenden danach in eine lebhafte Diskussion zu möglichen hochschuldidaktischen Formaten für die Lehre zum Thema Sucht- und Tabakprävention. Eingeteilt in zwei Fokus-Gruppen erörterten die Beiratsmitglieder, welche didaktischen Formate zurzeit schon eingesetzt werden und welche sich besonders gut eignen. Der abschließende Teil der Sitzung gab einen beeindruckenden Überblick über den Umfang und Anspruch des insgesamt sieben Phasen umfassenden Gesamtprojekts mit einer Laufzeit bis voraussichtlich Oktober 2021: Die nächste Sitzung für den insgesamt 30 Expertinnen und Experten umfassenden Wissenschafts- und Praxisbeirat wurde für den Termin 17. Mai 2019 vereinbart. 



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E-Mail: pp ( at ) fh-hannover.de
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