17. Fachtag der Abteilung Pflege und Gesundheit: Pflege in den Medien – Medien in der Pflege
Wie wird Pflege in Medien dargestellt? Welche Bilder prägen öffentliche Vorstellungen von beruflicher Pflege? Und welche Chancen bieten digitale Medien für Bildung, Professionalisierung und Sichtbarkeit?
Wie wird Pflege in Medien dargestellt? Welche Bilder prägen öffentliche Vorstellungen von beruflicher Pflege? Und welche Chancen bieten digitale Medien für Bildung, Professionalisierung und Sichtbarkeit? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der 17. Fachtag der Abteilung Pflege und Gesundheit der Hochschule Hannover unter dem Titel Pflege in den Medien – Medien in der Pflege.
Rund 120 Teilnehmende aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens kamen an der Hochschule Hannover zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten rund um Medien und Pflege zu diskutieren. Der Fachtag verband wissenschaftliche Perspektiven, praktische Erfahrungen und interaktive Formate miteinander.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort von Prof.in Dr. Annika Schach, Vizepräsidentin der Hochschule Hannover. Sie verwies auf die Bedeutung medialer Formate für die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Pflegeberuf und benannte zentrale Herausforderungen der Kommunikation. Neben kurzformatigen, niedrigschwelligen Inhalten komme auch längeren Formaten wie Podcasts eine wichtige Funktion zu. Prof.in Dr. Constanze Eylmann, Studiendekanin der Abteilung Pflege und Gesundheit, rahmte die Veranstaltung in ihrem Grußwort im Anschluss mit der leitenden Fragestellung: Welche Chancen und Herausforderungen bieten Medien in und für die Pflege?
Zwei Fachvorträge setzten dann besondere inhaltliche Impulse. Der erste Fachvortrag von Francesca Warnecke befasste sich mit der Entwicklung digitaler Kompetenzen am Beispiel des Podcastformats. Im Mittelpunkt standen dabei didaktische Fragen: Wie lassen sich digitale Kompetenzen so vermitteln, dass Lernende nicht nur in der Lage sind, Technologien anzuwenden, sondern diese auch kritisch zu reflektieren und aktiv mitzugestalten? Die anschließende Plenumsdiskussion weitete sich auf das Thema Künstliche Intelligenz und deren Implikationen für Pflege und Pflegebildung aus und ein Teilnehmer äußerte „ich stelle fest, welches Potential in Podcasts steckt“.
Den zweiten thematischen Schwerpunkt setzte Patricia Kühfuss mit ihrem Beitrag In/Visible Care – Was wir aus Bildern der Pflege lernen können. Ziel des Vortrags war es, die Vielschichtigkeit pflegerischer Arbeit einer kritischen Bildanalyse zugänglich zu machen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem medialen Spannungsfeld zwischen der Darstellung von Pflege als Aufopferung einerseits und als Heldentum andererseits. „Sehr eindrücklich, ich hatte mit sofort die Situation vor Augen“ meldet eine Teilnehmerin zurück.
In vier interaktiven Workshops am Nachmittag vertieften die Teilnehmenden unterschiedliche Aspekte des Tagungsthemas. Diskutiert wurden unter anderem die Rolle von Social Media Nurses, crossmedialer Kommunikation in der Pflege, wie Hygiene
sich in Kurzvideos im Internet zeigt sowie didaktische Einsatzmöglichkeiten der Ausstellung In/Visible Care. Ergänzt wurde das Programm durch die Vorstellung von vier Masterstudiengängen der Abteilung Pflege und Gesundheit, präsentiert durch Studierende – das war besonders eindrücklich für die Teilnehmenden – und Lehrende. Darüber hinaus informierten verschiedene Initiativen und Einrichtungen an Informationsständen über ihre Arbeit und aktuelle Projekte.
Der Fachtag machte deutlich, dass Pflege ihre öffentliche Wahrnehmung aktiv mitgestaltet – in klassischen Medien ebenso wie in digitalen Räumen. Gleichzeitig bot die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen Austausch, zur Vernetzung und zur gemeinsamen Reflexion über die Zukunft professioneller Pflege in einer durch Medien geprägten Gesellschaft.