„Judenhass Underground: Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und Bewegungen“ - Buchvorstellung

22.05.2024
18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ringvorlesung: „Nach dem 7. Oktober: Wo beginnt der Antisemitismus gegen Israel?“

Referent: Stefan Lauer (Amadeu Antonio Stiftung)

Niemand will Antisemit sein. Erst recht nicht in Subkulturen und Bewegungen mit einem progressiven Selbstbild. Judenhass geht aber auch underground – ob Rapper gegen Rothschilds, DJs for Palestine oder Punks Against Apartheid. BDS, die Boykottkampagne gegen den jüdischen Staat, will nahezu jedes Anliegen kapern, von Klassenkampf bis Klimagerechtigkeit. Altbekannte Mythen tauchen in alternativer Form wieder auf, bei Pride-Demos, auf der documenta oder beim Gedenken an den Terror von Hanau.

Der Sammelband Judenhass Underground widmet sich diesem Antisemitismus im emanzipatorischen Gewand und geht der Frage nach, die sich viele Jüdinnen*Juden stellen, nämlich, wo ihr Platz in solchen Szenen sein soll. Stefan Lauer wird uns das Buch vorstellen und auch einige Passagen aus seinem Beitrag zu Antisemitismus in der Queer Community lesen.

Stefan Lauer ist Redakteur bei Belltower.News, der journalistischen Plattform der Amadeu Antonio Stiftung, und beschäftigt sich – auch als Referent der Stiftung – mit Antisemitismus, Rassismus und dem rechten Rand. Zwischen 2009 und 2017 arbeitete er als Senior Editor für VICE Deutschland und berichtete über Rechtsextremismus, Verschwörungserzählungen und LGBTQ*-Themen.

Die Veranstaltung hat ein hybrides Format. Den digitalen Zugangslink senden wir bei Interesse gerne zu.