Informationen zum Integrierten Berufsanerkennungsjahr (IBA)

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Das Integrierte Berufsanerkennungsjahr (IBA)

Zum Erwerb der Berufsanerkennung als staatlich anerkannte/r Sozialarbeiter/in und kirchlich anerkannte/r Diakon/in bzw. Gemeindepädagoge/in ist nach dem akademischen Bachelorabschluss ein mind. 12-monatiges Integeriertes berufsanerkennungsjahr erforderlich.

Dabei können die Absolventinnen und Absolventen das Modell eines integrierten Berufspraktikums wählen, welches sowohl sozialarbeiterische als auch kirchliche Ausbildungsanteile umfasst.

Möglich ist jedoch auch ein ausschließlich sozialarbeiterisches Berufsanerkennungsjahr, welches nur zur staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter/in führt (bspw. im Falle nicht-evangelischer Konfessionszugehörigkeit der Absolventinnen und Absolventen).

Das Integrierte Berufsanerkennungsjahr findet in genehmigten Ausbildungsstellen unter fachspezifischer Anleitung und Begleitung durch kontinuierliche Studientage an der Hochschule statt.


Folgende Vereinbarungen für das Integrierte Berufsanerkennungsjahr zur Zeit der Coronavirus Pandemie wurden mit dem Beauftragten der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für das Integrierte Berufsanerkennungsjahr (IBA) abgestimmt:

Die Vereinbarungen betreffen ausschließlich die Einschränkungen, die ursächlich auf die Pandemie zurückzuführen sind.

1. Anrechnung der berufspraktischen Tätigkeit im IBA

Den Personen im Integrierten Berufsanerkennungsjahr, die während der Coronavirus-Gefährdungslage aufgrund von

  • Schließung der Ausbildungsstätte/Einrichtung, in der sie tätig sind,
  • erforderlicher Betreuung eigener Kinder, die anderweitig nicht zu gewährleisten ist,

nicht im geplanten Umfang den berufspraktischen Teil der Staatliche Anerkennung und/ oder der Kirchlichen Anerkennung ableisten können, sollen hierdurch keine Nachteile entstehen.


Sofern die Einrichtungen „Home-Office“ verordnen, weil dort sinnvoll weitergearbeitet werden kann, hat dies keine Auswirkungen auf die Anerkennung der berufspraktischen Zeiten.
Sofern die Ausbildungsstätte keine adäquaten Ersatztätigkeiten anbieten kann, sich aber in der Lage sehen, die berufspraktische Eignung zu bescheinigen, müssen diese Zeiten nicht nachgearbeitet werden.


Bescheinigungen oder Bekanntgaben (z.B. per E-Mail) über Schließungen in den genannten Fällen müssen dem Praxisamt (Frau Beuse/ Frau Langer) sowie dem Beauftragten der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover für das IBA (Herr Noll) vorgelegt werden.


Die notwendige Betreuung eigener Kinder ist ebenfalls schriftlich (z.B. per E-Mail) anzuzeigen.

Das Integrierte Berufsanerkennungsjahr kann unterbrochen und zu gegebenem Zeitpunkt fortgesetzt werden, sofern dies notwendig und aus Sicht der Einrichtungen möglich ist. Bitte informieren Sie uns dann entsprechend.

2. Studientage und Fortbildungen

Die begleitenden Studientage der Abteilung sowie die Kirchlichen Fortbildungstage und Praxisreflexionen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, die aufgrund der Schließung der Hochschule ausfallen, werden angerechnet und müssen nicht zwingend nachgeholt werden. Es soll jedoch eine „Ersatzleistung“ erbracht werden, die vor allem die Begleitung der Personen im Integrierten Berufsanerkennungsjahr sicherstellen soll. Die Dozent*innen der Studientage sowie die Leiter*innen der kirchlichen Fortbildungsveranstaltungen werden während der Schließung der Hochschule nach ihren Möglichkeiten alternative Reflexionsangebote machen.


Die Lehrenden werden gebeten, die Teilnahmebescheinigungen entsprechend zu unterschreiben.


Die Personen im Integrierten Berufsanerkennungsjahr müssen an den ausgefallenen Terminen der Hochschule ihren Arbeitgebern / Praxisstellen zur Verfügung stehen.


Fortbildungsveranstaltungen, die aufgrund der Coronavirus Pandemie nicht stattgefunden haben und somit nicht besucht werden konnten, müssen nicht zwingend nachgeholt werden.


3. Fristen

Aufgrund der erschwerten Bedingungen bei der Erstellung der Praxisberichte kann bei Bedarf von den regulären Fristen abgewichen werden.


Sollte aufgrund der Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen die Betreuung der Kinder nicht anderweitig möglich sein, oder z.B. Quarantäne-Fälle vorliegen, können aufgrund der damit einhergehenden Verzögerungen bei der Bearbeitung weitergehende Verlängerungen beantragt werden.


Verlängerungsgründe können per E-Mail (an die Studientagsdozent*in und das Praxisamt) geltend gemacht werden. Bei eigener Erkrankung oder Quarantäne, notwendiger Pflege naher Angehöriger, Nachweis der Betreuung von Kindern im eigenen Haushalt etc. gilt ein vereinfachtes Verfahren für den Nachweis. Es werden diverse Nachweise und Bescheinigungen akzeptiert. Bescheinigungen / E-Mail-bestätigungen von Ärzten, Gesundheitsämtern, Arbeitgebern etc. können vereinfacht per E-Mail eingereicht werden.


Grundsätzlich sind die Praxisberichte in schriftlicher Form vorzulegen. Aufgrund der Schließung von Copy-Shops kann das schriftliche Exemplar verzichtet werden. Der Praxisbericht wird dann per E-Mail zugesandt. Die Versicherung an Eides statt darüber, dass die Arbeit selbständig und ohne unzulässige fremde Hilfe erbracht worden ist, ist auch in diesen Fällen unterschrieben in schriftlicher Form einzureichen.


4. Beendigung des Berufsanerkennungsjahres und Kolloquium

Gemäß der SozHeilKindVO vom 17.Mai 2017 soll das Kolloquium vor Beendigung des Berufsanerkennungsjahres durchgeführt werden. Sofern eine Durchführung des Kolloquiums aufgrund der aktuellen Entwicklungen innerhalb dieser Frist nicht möglich ist, wird dieses sobald als möglich nachgeholt.


Alternativ dazu sind auch Online-Kolloquien möglich, wenn diese technisch möglich und sowohl die Person im Integrierten Berufsanerkennungsjahr als auch Prüfende damit einverstanden sind.


In jedem Fall müssen die Personen im Integrierten Berufsanerkennungsjahr erklären, dass sie den Prüfungstermin im Vorfeld zur Kenntnis genommen haben und sich gesundheitlich in der Lage sehen, die Prüfung zu absolvieren und das Kolloquium ohne fremde Hilfe ableisten. Die Erklärung ist per E-Mail der/dem prüfenden Dozent*in und dem Praxisamt mitzuteilen.


Aktuell kann es in den Kommunalverwaltungen zu Verzögerungen bei der Beantragung und Erstellung von Führungszeugnissen kommen. Das Führungszeugnis ist gemäß § 3 Abs. 2 SozHeilKindVO vom 17.05.2017 eine Voraussetzung für die Ausstellung der Urkunde über die staatliche Anerkennung. In diesem Fall ist von den Personen im Integrierten Berufsanerkennungsjahr eine Erklärung an Eides statt abzugeben, dass zurzeit nichts gegen sie vorliegt und sobald wie möglich das Führungszeugnis nachgereicht wird.


In den Fällen, in denen das Kolloquium erst nach Beendigung des IBA absolviert wird, oder in denen Unterlagen (z.B. das polizeiliche Führungszeugnis) aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie erst verspätet eingereicht werden können, stellen wir eine Bescheinigung aus, dass bis auf die nachzureichenden Dokumente / das nachzuführende Kolloquium, alle Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung zum Ablauf des IBA erfüllt sind, und geben den Hinweis, dass die Urkunde erst später ausgestellt werden kann.

5. Einsegnung


Zu der Frage der Einsegnung als Diakon*in und der dazu erforderlichen Teilnahme an einer Einsegnungsvorbereitungstagung hat sich der landeskirchliche Beauftragte für das IBA mit Frau Dr. Wendebourg (Personalabteilung im LKA) dahingehend abgestimmt, dass eine solche Tagung als Tagesveranstaltung an der Hochschule bei Normalisierung der Umstände möglichst nachgeholt wird, ggf. auch nach Abschluss des Integrierten Berufsanerkennungsjahres.
Bis dahin sollen Einsegnungen auch ohne Nachweis der Teilnahme an einer Einsegnungsvorbereitungstagung vorgenommen werden können, sofern der spätere Anstellungsträger und die/der angehende Diakon*in das wünschen.
Die für eine Einsegnung erforderlichen Unterlagen, Informationen, Dateien werden den Personen im Integrierten Berufsanerkennungsjahr digital in den nächsten Wochen zur Verfügung gestellt.


Bitte richten Sie Ihre Anträge etc. ausschließlich an das Praxisamt Soziale Arbeit. Für Ihre Fragen stehen Ihnen die Unterzeichner telefonisch oder per Mail zur Verfügung.


Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit!

Mit freundlichen Grüßen

Maren Beuse (Beauftragte für Praktika und Praxiskontakte) & Robert Noll [Beauftragter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche
Hannovers für das Integrierte Berufsanerkennungsjahr (IBA)]

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Online Sprechstunde
Mittwochs 11:00 – 13:00 Uhr nur mit vorheriger Anmeldung per Mail

Kontakt

Robert Noll

Beauftragter für das Integrierte Berufsanerkennungsjahr

Blumhardtstr. 2      

30625 Hannover                                                                                                                                                                                                                                        

+49 511 56374673

robert.noll(at)evlk.de