Informationen zum Berufsanerkennungsjahr (BAJ)

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Berufsanerkennungsjahr (BAJ)

An das Studium schließt sich ein Berufsanerkennungsjahr (BAJ) von einem Jahr an. Es ist Voraussetzung für die staatliche Anerkennung.

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs arbeiten während dieser Zeit auf der Grundlage eines Ausbildungsverhältnisses in Institutionen Sozialer Arbeit unter Anleitung erfahrener Berufskolleginnen und -kollegen und werden während des Berufsanerkennungsjahres mit kontinuierlichen Studientagen und Beratungsangeboten betreut und begleitet.

Voraussetzung für die Erteilung der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiterin bzw. Sozialarbeiter ist der Bachelorabschluss im Studiengang Soziale Arbeit und eine erfolgreich absolvierte 12-monatige berufspraktische Tätigkeit mit dem bestandenen Abschlusskolloquium.


Vererinbarungen für das Berufsanerkennungsjahr zur Zeit der Coronavirus Pandemie

Die Vereinbarungen betreffen ausschließlich die Einschränkungen, die ursächlich auf die Pandemie zurückzuführen sind.

1. Anrechnung der berufspraktischen Tätigkeit im BAJ

Den Sozialarbeiter*innen im Berufsanerkennungsjahr, die während der Coronavirus-Gefährdungslage aufgrund von

  • Schließung der Ausbildungsstätte/Einrichtung, in der Sie tätig sind,
  • erforderlicher Betreuung eigener Kinder, die anderweitig nicht zu gewährleisten ist,

nicht im geplanten Umfang den berufspraktischen Teil der Staatliche Anerkennung ableisten können, sollen hierdurch keine Nachteile entstehen.
Sofern die Einrichtungen „Home-Office“ verordnen, weil dort sinnvoll weitergearbeitet werden kann, hat dies keine Auswirkungen auf die Anerkennung der berufspraktischen Zeiten.
Sofern die Ausbildungsstätte keine adäquaten Ersatztätigkeiten anbieten kann, sich aber in der Lage sehen, die berufspraktische Eignung zu bescheinigen, müssen diese Zeiten nicht nachgearbeitet werden.
Bescheinigungen oder Bekanntgaben (z.B. per E-Mail) über Schließungen in den genannten Fällen müssen dem Praxisamt (Frau Beuse/ Frau Langer) vorgelegt werden.

Die notwendige Betreuung eigener Kinder ist ebenfalls schriftlich (z.B. per E-Mail) anzuzeigen.

Das Berufsanerkennungsjahr kann auch unterbrochen und zu gegebenem Zeitpunkt fortgesetzt werden, sofern dies notwendig und aus Sicht der Einrichtungen möglich ist. Bitte informieren Sie uns dann entsprechend.

2. Studientage und Fortbildungen

Die begleitenden Studientage, die aufgrund der Schließung der Hochschule ausfallen, werden angerechnet und müssen nicht zwingend nachgeholt werden. Es soll jedoch eine „Ersatzleistung“ erbracht werden, die vor allem die Begleitung der Sozialarbeiter*innen im Berufsanerkennungsjahr sicherstellen soll. Die Dozent*innen der Studientage werden während der Schließung der Hochschule nach ihren Möglichkeiten alternative Reflexionsangebote machen.

Die Lehrenden werden gebeten, die Teilnahmebescheinigungen entsprechend zu unterschreiben.

Die Sozialarbeiter*innen im Berufsanerkennungsjahr müssen an den ausgefallenen Terminen der Hochschule ihren Arbeitgebern / Praxisstellen zur Verfügung stehen.

Fortbildungsveranstaltungen, die aufgrund der Coronavirus Pandemie nicht stattgefunden haben und somit nicht besucht werden konnten, müssen nicht zwingend nachgeholt werden.

Dem Praxisamt ist ein begründeter Antrag auf erlassen der zwei nachzuweisenden Fortbildungstage (12 Zeitstunden) einzureichen. Dies ist auch per E-Mail möglich.

3. Fristen

Aufgrund der erschwerten Bedingungen bei der Erstellung der Praxisberichte kann bei Bedarf von den regulären Fristen abgewichen werden.

Sollte aufgrund der Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen die Betreuung der Kinder nicht anderweitig möglich sein, oder z.B. Quarantäne-Fälle vorliegen, können aufgrund der damit einhergehenden Verzögerungen bei der Bearbeitung weitergehende Verlängerungen beantragt werden.

Verlängerungsgründe können per E-Mail (an die Studientagsdozent*in und das Praxisamt) geltend gemacht werden. Bei eigener Erkrankung oder Quarantäne, notwendiger Pflege naher Angehöriger, Nachweis der Betreuung von Kindern im eigenen Haushalt etc. gilt ein vereinfachtes Verfahren für den Nachweis. Es werden diverse Nachweise und Bescheinigungen akzeptiert. Bescheinigungen / E-Mail-bestätigungen von Ärzten, Gesundheitsämtern, Arbeitgebern etc. können vereinfacht per E-Mail eingereicht werden.

Grundsätzlich sind die Praxisberichte in schriftlicher Form vorzulegen. Aufgrund der Schließung von Copy-Shops kann das schriftliche Exemplar verzichtet werden. Der Praxisbericht wird dann per E-Mail zugesandt. Die Versicherung an Eides statt darüber, dass die Arbeit selbständig und ohne unzulässige fremde Hilfe erbracht worden ist, ist auch in diesen Fällen unterschrieben in schriftlicher Form einzureichen.

4. Beendigung des Berufsanerkennungsjahres und Kolloquium

Gemäß der SozHeilKindVO vom 17.Mai 2017 soll das Kolloquium vor Beendigung des Berufsanerkennungsjahres durchgeführt werden. Sofern eine Durchführung des Kolloquiums aufgrund der aktuellen Entwicklungen innerhalb dieser Frist nicht möglich ist, wird dieses sobald als möglich nachgeholt.

Alternativ dazu sind auch Online-Kolloquien möglich, wenn diese technisch möglich und sowohl Sozialarbeiter*innen im Berufsanerkennungsjahr als auch Prüfende damit einverstanden sind.

In jedem Fall müssen die Sozialarbeiter*innen im Berufsanerkennungsjahr erklären, dass sie den Prüfungstermin im Vorfeld zur Kenntnis genommen haben und sich gesundheitlich in der Lage sehen, die Prüfung zu absolvieren und das Kolloquium ohne fremde Hilfe ableisten. Die Erklärung ist per E-Mail der/dem prüfenden Dozent*in und dem Praxisamt mitzuteilen.

Aktuell kann es in den Kommunalverwaltungen zu Verzögerungen bei der Beantragung und Erstellung von Führungszeugnissen kommen. Das Führungszeugnis ist gemäß § 3 Abs. 2 SozHeilKindVO vom 17.05.2017 eine Voraussetzung für die Ausstellung der Urkunde über die staatliche Anerkennung.

In diesem Fall ist von den Sozialarbeiter*innen im Anerkennungsjahr eine Erklärung an Eides statt abzugeben, dass zurzeit nichts gegen sie vorliegt und sobald wie möglich das Führungszeugnis nachgereicht wird.
In den Fällen, in denen das Kolloquium erst nach Beendigung des BAJ absolviert wird, oder in denen Unterlagen (z.B. das polizeiliche Führungszeugnis) aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie erst verspätet eingereicht werden können, stellen wir eine Bescheinigung aus, dass bis auf die nachzureichenden Dokumente / das nachzuführende Kolloquium, alle Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung zum Ablauf des BAJ erfüllt sind, und geben den Hinweis, dass die Urkunde erst später ausgestellt werden kann.

Bitte richten Sie alle Anfragen, Anträge etc. ausschließlich an das Praxisamt Soziale Arbeit.

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit!

Mit freundlichen Grüßen

Maren Beuse

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